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Thema:
Absender:
Datum:
Studiengangwechsel
R.
25.05.2011 15:11:54

Hallo,

ich studiere momentan Grundschullehramt im vierten Semester. Leider bin ich seit einiger Zeit an einer sozialen Phobie bzw. sozialen Angststörung erkrankt und befinde mich aufgrund dieser in psychologischer Behandlung. Wegen der Erkrankung habe ich u.a. Panikattacken, wenn ich mich mit vielen Menschen in einem Raum befinde. Momentan ist für mich daher der Universitätsbesuch sehr schwierig und auch ein Pflichtpraktikum an einer Grundschule musste ich deshalb absagen.
Laut meinem Psychologen bestehen die Chancen auf eine Heilung bei etwa 80%, eine Rückfallgefahr kann natürlich nicht ausgeschlossen werden.
Ich habe für mich daher die Entscheidung getroffen den Studiengang zu wechseln, denn sollte ich nicht geheilt werden können, ist mir ein Arbeiten als Mittelpunkt einer Klasse nicht möglich und für mich selbst auch nicht verantwortbar. Zudem kommt noch hinzu, dass der Lehrerberuf durch viel Stress bei überdurchschnittlich vielen Lehrern, im Vergleich zu anderen Berufsgruppen, zu psychischen Erkrankungen führt. Da ein Rückfall immer möglich ist, habe ich durch diese zusätzliche psychische Belastung durch Stress starke Bedenken, wenn ich in die Zukunft als Lehrer blicke, denn auch durch einen kurzzeitigen Rückfall wäre mir ein Arbeiten in einer Schulklasse unmöglich.
Da ich aber, wenn ich an die Zukunft denke, gerne einen Beruf hätte, in welchem ich auch sicher arbeiten werde können, habe ich mich für einen anderen Studiengang entschieden.

Seit dem ersten Semester erhalte ich elternunabhängiges Bafög, da ich vor meinem Abitur noch eine Berufsausbildung abgeschlossen habe. In den letzten Tagen habe ich mich ausführlich mit dem Thema Studiengangwechsel und Bafög beschäftigt und weiß daher, dass ein Wechsel im bzw. nach dem vierten Semester dazu führt, dass man Bafög nur dann weiterhin erhält, wenn ein unabweisbarer Grund vorliegt. Daher frage ich mich, ob meine psychische Erkrankung wie beschrieben, als ein solcher gelten könnte?

Da ich auf Bafög angewiesen bin, habe ich mir auch die Frage gestellt, für den Fall das kein unabweisbarer Grund vorliegt, ob es die Möglichkeit gäbe, mich nun zu exmatrikulieren. Ich kann sowieso nur schwer Veranstaltungen besuchen und wäre auch bereit das Bafög für dieses Semester zurückzuzahlen. Ich habe mich nämlich gefragt, ob ich mich durch eine Exmatrikulation im 3. Semester befinden würde, denn soweit ich das gelesen habe, ist für den Studiengangwechsel nach dem dritten Semester nur ein wichtiger Grund anzugeben.

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen und wäre Ihnen dafür auch sehr dankbar.


Antwort(en):
  • Re: Studiengangwechsel (BAföG-Team 02.06.2011 21:30:33)