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Vorausleistungen

BAföG

Um auf Ihre individuellen Fragen besser eingehen zu können, sind die Informationen nach Interessentengruppen sortiert.

Ich bin...

Schüler
Studienanfänger
Wiederholungs-
Antragsteller

Vater/Mutter
Opa/Oma/Pate

Auf Antrag des Auszubildenden (Achtung: Termine beachten!) können Vorausleistungen erbracht werden, wenn Eltern/Elternteile

  • keine Angaben über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse machen und damit der Antrag nicht berechnet werden
    kann oder
  • den nach dem BAföG errechneten Eigenanteil nicht oder nicht in voller Höhe zahlen.

Im Prinzip ist das Vorausleistungssystem einfach zu erklären: Damit das Studium nicht wegen fehlender Finanzierung abgebrochen werden muss, springt in bestimmten Fällen das BAföG anstelle der Eltern ein, indem Ausbildungsförderung vorausleistet wird. Vorausleistungen sind keine regulären BAföG-Bezüge, sondern "Unterhaltsvorschüsse", die das Amt gegen unterhaltspflichtige Eltern geltend macht. Nach Anhörung der Eltern versucht das Amt, die vorausgeleisteten Beträge bei den Eltern einzufordern. Hier sind die unterhaltsrechtlichen Bedingungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu beachten.

Nicht selten sind Eltern hoch verschuldet und können deshalb keinen Unterhalt zahlen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Schulden, die nicht der Vermögensbildung dienen (z. B. bei Hausbau), in der unterhaltsrechtlichen Bewertung berücksichtigt werden. Hier besteht ein erheblicher Beratungsbedarf, den die Auszubildenden und die Eltern in Anspruch nehmen sollten.