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Studienverzögerungen sind eingetreten

BAföG

Um auf Ihre individuellen Fragen besser eingehen zu können, sind die Informationen nach Interessentengruppen sortiert.

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Schüler
Studienanfänger
Wiederholungs-
Antragsteller

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Opa/Oma/Pate

Studienverzögerungen, die der Antragsteller nicht zu vertreten hat, können zu einer Verlägerung der Förderungszeit führen. Sind diese Studienverzögerungen innerhalb der ersten vier Semester eingetreten und kann deshalb der Eignungsnachweis nicht zu Beginn des fünften Fachsemesters vorgelegt werden, kann auf Antrag die spätere Vorlage des Eignungsnachweises zugelassen werden. Unverschuldete Studienverzögerungen sind:

- Erkrankung während des Studiums
- Grundwehrdienst oder vergleichbare Dienste
- Erstmaliges Nichtbestehen der Abschlussprüfung
- Gremientätigkeiten
- Behinderung
- Schwangerschaft und Kindeserziehung

Die Aufzählung ist nicht erschöpfend. Soweit derartige Studienverzögerungen eingetreten sind, kann auf Antrag des Auszubildenden eine persönliche Förderungszeit festgesetzt werden.


Erkrankung während des Studiums

Verzögert sich das Studium infolge Erkrankung, kann auf Antrag der Verzögerungszeitraum zusätzlich mit BAföG gefördert werden.

Die krankheitsbedingten Ausfälle sind nachzuweisen (z. B. mit Attest abgemeldete Prüfung oder mit Attest nachgewiesene Dauer der Erkrankung). Sind krankheitsbedingte Verzögerungen in den ersten vier Semestern aufgetreten und kann deshalb der Eignungsnachweis nicht vorgelegt werden, kann schriftlich die spätere Vorlage des Eignungsnachweises beantragt werden.


Grundwehrdienst oder vergleichbare Dienste

Eine Unterbrechung der Ausbildung zur Ableistung des Grundwehr- oder Zivildienstes oder gleichgestellte Dienste können auf Antrag zu einer Verlängerung der Ausbildungsförderung führen. Wenn durch die Ableistung dieser Dienste der Eignungsnachweis nicht zu Beginn des fünften Fachsemesters vorgelegt werden kann, wird auf Antrag die spätere Vorlage des Eignungsnachweises zugelassen.


Erstmaliges Nichtbestehen der Abschlussprüfung

Dieser Sachverhalt führt zu einer Verlängerung der Förderungszeit, wenn die Abschlussprüfung innerhalb der Regelstudienzeit insgesamt ohne Erfolg abgelegt wurde.


Gremientätigkeiten

Verzögert sich das Studium infolge einer Mitwirkung in gesetzlich vorgesehenen Gremien der studentischen Selbstverwaltung, wird für den nachgewiesenen Zeitrahmen Ausbildungsförderung über die Förderungshöchstdauer hinaus auf Antrag geleistet. Verzögert sich das Studium wegen Gremientätigkeiten bereits in den ersten vier Semestern, wird auf Antrag die spätere Vorlage des Eignungsnachweises zugelassen.


Behinderung

Studienverzögerungen, die infolge einer Behinderung eingetreten sind, rechtfertigen die Gewährung von Ausbildungsförderung über die Förderungshöchstdauer hinaus in Form von Zuschussförderung. Sind die Studienverzögerungen wegen Behinderung bereits in den ersten vier Semestern aufgetreten und kann deshalb der Eignungsnachweis nicht vorgelegt werden, kann schriftlich die spätere Vorlage des Eignungsnachweises beantragt werden.


Schwangerschaft und Kindeserziehung

Für die, während des Studiums eingetretene Schwangerschaft verlängert sich die Förderungszeit um ein Semester.

Für die Erziehung von Kindern bis zu 10 Jahren werden folgende Verlängerungszeiten berücksichtigt:

Bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres eines Kindes = 1 Semester pro Lebensjahr
Für das 6. und 7. Lebensjahr des Kindes = 1 Semester
Für das 8. bis 10. Lebensjahr des Kindes = 1 Semester

Hier können maximal sieben Semester zusätzlich gefördert werden. Die wegen Schwangerschaft und Kindeserziehung gezahlte Ausbildungsförderung wird voll als Zuschuss gewährt. Studienverzögerungen infolge Schwangerschaft und Kindeserziehung rechtfertigen auf Antrag die spätere Vorlage des Eignungsnachweises.